Home
Nach oben
Aktuell
Ueber uns
Chronik
Pressespiegel
Links
Kontakt
Intern
Termine

© Musikfreunde Isartal e.V. 2007

 

J.S. Bach: Oster-Oratorium

Die Osterkantate (BWV 249, D-Dur) wurde von Johann Sebastian Bach zum 1. April 1725 konzipiert. Sie besteht aus 10 Nummern:


    (festliche) Sinfonie (mit 3 Trompeten und Pauken) mit Adagio (instrumental

    Vierstimmiger Chorsatz "Kommt, eilet und laufet"

(dies ist auch der Untertitel der als "Osteroratorium" 1731 bearbeiteten Neufassung der ursprünglichen Kantate)

    Rezitativ
    Sopranarie "Seele, deine Spezereien"
    Rezitativ
    Tenorarie "Sanft soll mein Todeskummer"
    Rezitativ
    Alt-Arie "Saget, saget mir geschwinde"
    Rezitativ
    Chor "Preis und Dank".

Dieses Osteroratorium hat vermutlich Picander als Textdichter, der diesem Oratorium eine Handlung zugrunde legt: Petrus (Tenor) und Johannes (Bass) eilen zum Grabe und finden dieses leer, da Jesus auferstanden ist. Bach hat im Parodieverfahren für das Oratorium auf eine für den Weißenfelser Hof (Geburtstag des Herzogs Christian von Sachsen-Weißenfels) geschriebene Schäferkantate "Entfliehet, verschwindet, entweichet ihr Sorgen" (BWV 249a) zurückgegriffen, lediglich die Rezitative hat er neu komponiert.

Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Osteroratorium_(Bach)

 

Motette: "Jesu, meine Freude"

Jesu, meine Freude,
Meines Herzens Weide,
Jesu, meine Zier,
Ach, wie lang, ach lange
Ist dem Herzen bange
Und verlangt nach dir!
Gotteslamm, mein Bräutigam,
Außer dir soll mir auf Erden
Nichts sonst Liebers werden!

2. Unter deinem Schirmen
Bin ich vor den Stürmen
Aller Feinde frei.
Laß den Satan wittern,
Laß die Welt erschüttern,
Mir steht Jesus bei.
Ob es jetzt gleich kracht und blitzt,
Obgleich Sünd' und Hölle schrecken,
Jesus will mich decken.

3.Trotz dem alten Drachen,
Trotz dem Todesrachen,
Trotz der Furcht dazu!
Tobe, Welt, und springe,
Ich steh' hier und singe
In gar sichrer Ruh';
Gottes Macht hält mich in acht;
Erd' und Abgrund muß verstummen,
Ob sie noch so brummen.


4. Weg mit allen Schätzen,
Du bist mein Ergötzen,
Jesu, meine Lust!
Weg, ihr eitlen Ehren,
Ich mag euch nicht hören,
Bleibt mir unbewußt!
Elend, Not, Kreuz, Schmach und Tod
Soll mich, ob ich viel muß leiden,
Nicht von Jesu scheiden.

5. Gute Nacht, o Wesen,
Das die Welt erlesen,
Mir gefällst du nicht!
Gute Nacht, ihr Sünden,
Bleibet weit dahinten,
Kommt nicht mehr ans Licht!
Gute Nacht, du Stolz und Pracht,
Dir sei ganz, du Lasterleben,
Gute Nacht gegeben!

6. Weicht, ihr Trauergeister,
Denn mein Freudenmeister,
Jesus, tritt herein!
Denen, die Gott lieben,
Muß auch ihr Betrüben
Lauter Zucker sein.
Duld' ich schon hier Spott und Hohn,
Dennoch bleibst du auch im Leide,
Jesu, meine Freude.

Motette

Der Ausdruck Motette (lat. motetu ital. motetto. französ. u. engl. motet) bezeichnet in der Kirchenmusik einen mehrstimmigen Gesang ohne Instrumentalbegleitung. Die Motettentexte sind zumeist biblisch und oft in lateinischer Sprache.

Die Motette bildete sich im späten Mittelalter heraus ("motectus") und blieb bis heute als Form in Gebrauch, wobei Stil und innere Haltung sich selbstverständlich je nach Zeitalter wandelten.

Mit dem Aufkommen des Generalbasses um 1600 wurde der Begriff Motette auch auf begleitete Gesangsmusik ausgedehnt, sogar Werke für eine einzige instrumental begleitete Stimme (Voce sola) wurden so bezeichnet; dennoch blieb der A Cappella-Stil die Regel.

Formal sind Motetten ein- oder mehrteilig. In letzterem Fall können einzelne Teile auch kleiner besetzt sein. Jeder Teil kann aus verschiedenen direkt aneinander anschließenden Abschnitten verschiedenen Charakters bestehen, hat aber im allgemeinen eine durchkomponierte Anlage.

Die übliche Stimmenzahl lag stets bei 4 bis 8 Stimmen, doch wurden zu allen Zeiten auch erheblich komplexere Partituren erschaffen – bis hin zu Extremfällen wie dem berühmten "Spem in alium" für 40 Stimmen von Thomas Tallis.

Die bedeutendsten Meister im älteren Motettenstil waren Palestrina und Orlando di Lasso. Die Motetten von Johann Sebastian Bach haben 5 bis 8 Stimmen; er verflocht auch den Choral in die Motette. Spätere bedeutende Motettenkomponisten waren Felix Mendelssohn-Bartholdy und Max Reger.