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© Musikfreunde Isartal e.V. 2007 |
Über Telemann
Georg Philipp Telemann (1681 – 1767) war zu Lebzeiten viel berühmter als seine Zeitgenossen Joh. Seb. Bach und G. F. Händel, mit denen er befreundet war. Außerordentlich begabt für Musik und Poesie erlernte er bereits in seiner Kindheit, großenteils autodidaktisch, zahlreiche Instrumente und musikalische Fertigkeiten. Schon als 13-jähriger Knabe dirigierte er bereits eigene größere Kompositionen, sehr geschätzt von seiner Mitwelt. Als ausgebildeter Musiker durchlebt er ein steile Karriere; mit 23 Jahren ist er bereits in Mehrfachfunktion als Organist, Kirchen-Kapellmeister, als Leiter der Oper und Dirigent des „Collegium musicum“ in Leipzig tätig. Nach Stationen in Sorau, Eisenach und Frankfurt, in denen er unaufhörlich Werke schuf, übersiedelte er 1721 nach Hamburg, wo er bis zu seinem Lebensende 1767 in vielfacher Funktion tätig und überaus geschätzt war, als Kapellmeister, als Kantor, als Musikdozent, als Komponist für nicht weniger als fünf Kirchen, als Opernmusikdirektor etc.. Schier unübersehbar ist die Fülle seiner Werke, die während seiner 75-jährigen Schaffenskraft entstanden sind; viele davon sind heute in Vergessenheit geraten. Die Kantate „Die Tageszeiten“, die der 73-jährige Telemann nach einem Gedicht von dem braunschweigischen Professor der Dichtkunst Zachariae vertont hat, beschreibt den unabdingbaren Tagesablauf des Menschen, vom „Morgen“, über „Mittag“ und „Abend“ bis in die „Nacht“, eingebunden in dem Gang der Sonne und der Gestirne, eingebunden im Wechsel von Tag und Nacht, abhängig von der Harmonie der Natur und seiner selbst. LiedtexteAusschnitte aus „Die Tageszeiten“ |