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© Musikfreunde Isartal e.V. 2007

Über uns

 

 

Chronik der „Musikfreunde Isartal“

 

Die Gemeinschaft der „Musikfreunde Isartal" wurde am 7. November 1975 gegründet.

Initiatoren waren Johannes Lengersdorf, Bruno Czaputa und Günter Löffler, alle drei damals in Eurasburg ansässig. Lengersdorf übernahm hauptverantwortlich die Führung der Vereinigung, Löffler die musikalische Leitung.

In der regionalen Kulturszene herrschte so etwas wie eine Marktlücke. Deshalb sollte sich das angestrebte Einzugsgebiet gewissermaßen auf den gesamten Landkreis erstrecken. Zu jener Zeit gab es vergleichbare Ansätze auch im weiteren regionalen Bereich. Wegen starker Veränderungen im aktiven Vollzug der katholisch-kirchlichen Liturgie (Vereinfachung, „Verdeutschung", Verallgemeinerung und Verkürzung der traditionellen Kirchenmusik) schien sich ein gutes Betätigungsfeld zu entwickeln, um auch die Pflege anspruchsvoller Musik nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Auf dieser Erkenntnis setzte eine durchaus fruchtbare Entwicklung ein, geeignete Stätten als entsprechende Aufführungsorte neu, bzw. zusätzlich aufzuwertenDer Ehrgeiz der Genannten führte alsbald eine beachtliche Zahl – auch bereits erfahrener – Chormusikfreunde zusammen. Zu dieser Zeit entwickelten sich erste Wurzeln einer Musikschule in Geretsried, gleichzeitig begann die Geretsrieder Stadtkapelle zu erlöschen. Das permanent praktizierte Selbstverständnis der Musikfreunde hat sich seit der Gründung unter allen musikalischen Leitern bewährt und bestätigt, auch nach mancherlei Wechselfällen.

Per Ende 2004 vermerkt die Statistik die Auftritte von Chor, Solisten und Instrumentalmusikern in etwa 55 Kirchen in Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und der Schweiz. Hinzu kommen Auftritte an über 20 nichtkirchlichen Stätten und in 6 sozialen Einrichtungen. Im Archiv des Vereins liegen Noten von mehreren hundert aufgeführten Titeln (wobei große Werke ohnedies mehrere – bis zu zwei Dutzend - Einzeltitel enthalten).Im Juli 1982 formierte sich ein Instrumentalensemble zum „Orchester der Musikfreunde Isartal". Für dessen eigene Darbietungen, sowie bei partnerschaftlichen Mitgestaltung von Werken für Chor und Orchester, waren – neben Günter Löffler als Chorleiter – die Dirigenten Max Feigl und Raul Alvarellos tätig.

Zum Jahresende 1985 beendete Günter Löffler nach zehnjähriger Aufbau- und Führungsarbeit seine Tätigkeit. Zum Nachfolger wurde Hans Feldigl bestellt. Er starb 1990. Nach einer kurzen Interimszeit mit Dr. Michael Hartmann übernahm Günter Hauer die musikalische Gesamtleitung der MFI bis 1995.

Seit 1995 teilen sich Rainer Marquart in die musikalische und Irene Blaich in die organisatorische Führung der Gemeinschaft.

Nach Gründung des Konzertvereins Isartal wurden die bis dahin tätigen MFI-Instrumentalisten durch eben diesen Verein übernommen und bildeten zusammen mit anderen Musikern die „Philharmoniker Isartal" – damalige Leitung: Matt Boynik.

Später wurde das wachsende Ensemble als „Philharmonisches Orchester Isartal" benannt und stellte sich im Rahmen der neu geschaffenen Reihe „Klassik Wolfratshausen" großen Herausforderungen. Diese bewegten vor allem Dr. Christoph Kessler als Vorsitzender und Prof. Günter Weiß als musikalischer Leiter. Ihm folgte später Prof. Christoph Adt nach.

Alsbald fühlten sich die „Musikfreunde Isartal" gerne angezogen vom Motiv Kesslers zur „Bündelung musikalischer Kräfte der Region".

Ein weithin deutlich gewordenes Zeichen erster Zusammenarbeit, auch unter Einbeziehung anderer Chöre, waren zwei Aufführungen von „Ein Deutsches Requiem" von Johannes Brahms in Schäftlarn und Bad Tölz. Dafür erntete man den Wolfratshauser Kulturpreis 1997.

1979, am 14. Oktober, ebenfalls in Bad Tölz, gelang den MFI eine eindrucksvolle Premiere mit dem Oratorium „Die Schöpfung" von Haydn. Sie entsprach einem von Anfang an gehegten Wunsch der Vereinsgründer und auch deren Kontaktpflege mit der Städtischen Kurverwaltung um eine Belebung der Kulturszene. Unmittelbarer Anlass war die „Tölzer Woche" 1979.

Dies war nur eine der herausragenden Veranstaltungen, wie ihr dann noch viele folgten, ohne sie unter "Routine" zu buchen.

Es folgt eine Auswahl ohne Anspruch auf Vollständigkeit dieser Aufzählung. Nahezu alle größeren Werke wurden mehrfach, bzw. auch in wiederholten Produktionen dargeboten:

Appleford

Messiah comes to Town

Bach

Oster-Oratorium

Bach

Motette Jesu meine Freude

Bach

Kantate Nr. 4 - Christ lag in Todes Banden

Bruckner

Choralmesse

Brugk

Die Hochzeit zu Kana

Buxtehude

Membra Jesu nostri

Dvorák

Messe in D

Dvorák

Stabat Mater

Eberlin

Miss sexti toni

Händel

Der Messias

Händel

Johannes-Passion

Haydn

Die Schöpfung

Haydn

Stabat Mater

Haydn

Die sieben Worte des Erlösers am Kreuz

Hildenbrand

Missa Dona nobis pacem

Jochum

Waldkantate

Keiser

Markus-Passion

Lang

In dulci jubilo

Lang

Waldkantate

Loewe

Das Sühnopfer des Neuen Bundes

Loewe

Schulmeister-Kantate

Lortzing

Kantatenprobe aus Zar und Zimmermann

Mendelssohn Bartholdy

 Jesu meine Zuversicht

Mozart

Requiem

Mozart

Krönungsmesse

Mozart

Waisenhausmesse

Mozart

Orgelsolomesse

Orff

Sonnengesang des Hl. Franziskus

Palestrina

Missa brevis

Rathgeber

Augsburger Tafelkonfekt

Rheinberger

Messe in E - Misericordias Domini

Rosenstengl

Cantata rhythmica

Ryba

Böhmische Hirtenmesse

Saint-Saëns

Weihnachtsoratorium

Schütz

Johannes-Passion

Schütz

Magnificat

Telemann

Lukas-Passion

Telemann

Die Tageszeiten

Zu den besonderen Ereignissen gehörte auch die Gestaltung des Festkonzertes zum 100-jährigen Jubiläum der Kreissparkasse Wolfratshausen mit Kammersänger Kurt Böhme in der Loisachhalle, sowie drei Konzertreisen im Rahmen der deutsch-französischen Städtepartnerschaft zwischen Geretsried und Chamalières.

 

Besonders hervor zu heben sind die Beteiligungen an großen Veranstaltungen des Konzertvereins Isartal unter Mitwirkung weiterer Chorensembles:

Beethoven

Symphonie Nr. 9  (Millenniumskonzert)

Bach

Matthäus-Passion

Brahms

Ein Deutsches Requiem

Mozart

Die Zauberflöte (szenische Aufführung)

Orff

Carmina Burana (szenische Aufführung)

 

Die eigenen Vereinsjubiläen wurden jeweils mit festlichen Konzerten begangen.

Formale Ehrungen von Vereinsmitgliedern sind nicht eingeführt, bzw. auf sie wird verzichtet, da solche Ehrungen meist nicht nur Freude bereiten.

Umso mehr herrscht beim Chor gemeinschaftliche Freude über eine große Anzahl meist sehr positiver Wertungen, auch in Hunderten von Zeitungsartikeln in allen Presseorganen der Region.